Archiv für November 2017

Zusammenfassung des Gespräches mit der Stadt Itzehoe

Das zweite Gespräch mit der Stadt Itzehoe hat stattgefunden. Halten wir die Ergebnisse fest:
Die Stadt Itzehoe prüft die baurechtliche Lage, konkret:

- Rahmenbedingungen und Erfolgschancen für eine Änderung des Flächennutzungsplan (FNP) sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans (B-Plan) in Form einer Vorabprüfung
- überschlägt Kosten zur Instandsetzung des Gebäudes gemäß unseres Nutzungskonzeptes und
- sucht nach möglichen Alternativobjekten
Der Freiraum Itzehoe e.V.
- prüft seine verfügbaren finanziellen Mittel bzw. erwägt Finanzierungsmöglichkeiten

Wir haben uns im Vorfeld des Gespräches umfangreich vorbereitet, unter anderem haben wir aufgrund der unklaren Rechtslage eine Beratung mit einem Fachanwalt in Anspruch genommen und einen Bautechniker zur Situation befragt. Wir erwarteten aber zunächst im Gespräch die Klärung zweier Punkte:
Aus welchem Grund ist die Stadt zukünftig für das Gelände zuständig und wie plant die Stadt mit diesem Gelände weiterhin vorzugehen?

Während des Gespräches zeichnete sich schnell ab, dass der Schwerpunkt stattdessen auf den baurechtlich zu prüfenden Rahmenbedingungen für eine weitere Nutzung (s.o.) sowie möglichen Kosten zur anschließenden Instandsetzung liegt.
Wir hätten uns dahingehend einen größeren, positiveren Willen und eine umfangreichere Vorbereitung seitens der Stadt gewünscht: Es hätte durchaus bereits eine Vorabprüfung zur Änderung der baurechtlichen Situation durchgeführt werden können. Dies geschah jedoch nicht, sondern wird nun erst auf unsere Initiative hin durchgeführt.

Über mögliche Kosten zur Instandsetzung wurde in dem Gespräch nur spekuliert, ein Kostenüberschlag seitens der Stadt erfolgt ebenso erst jetzt.

Dass der Freiraum Itzehoe an dieser Stelle noch kein konkretes Finanzierungskonzept vorlegen kann, ist der bisherigen (und weiterhin) unklaren Situation geschuldet: Wird das Gelände verkauft? Langfristig verpachtet? Gibt es eine andere Option? Wir werden die Erstellung eines Finanzierungskonzepts nun trotzdem mit bestem Willen angehen, um die Gespräche zukünftig weiter voranzubringen.

Ähnlich verhält es sich mit der Suche nach alternativen Objekten: Grundsätzlich sind wir offen für Veränderungen. Eine neue Räumlichkeit muss aber mit unserem Nutzungskonzept vereinbar sein und bspw. die uneingeschränkte Durchführung von Konzerten ermöglichen. Wir können die potentiellen Immobilien im Stadtgebiet durchaus einschätzen und sehen kaum Alternativen zum Gebäude an der Kleinen Tonkuhle – sollten sich die Gegebenheiten jedoch ändern, sind wir gesprächsbereit.

Abschließend können wir zumindest festhalten, dass der Bürgermeister uns zugesichert hat, trotz des auslaufenden Pachtvertrages sei ein Auszug zum 31. März 2018 nicht notwendig. Stattdessen möchte man konstruktiv und ohne Druck an einer gemeinsamen Lösung arbeiten.

Ein riesengroßes Dankeschön möchten wir an all diejenigen Menschen richten, die uns in den letzten Wochen unterstützt haben und sich solidarisch zeigen: Wir freuen uns über so viel Zuspruch und jedes neue Mitglied!

Freiraum Itzehoe e.V. am 10. November 2017

Schaffen, gestalten, erhalten!

Statement zum Gesprächstermin mit der Stadt Itzehoe

Lange haben wir euch hingehalten, obwohl ihr mitbekommen habt, dass Dinge derzeit nicht wie gewohnt laufen. Nehmt euch also bitte die Zeit, den ausführlichen Text zum status quo zu lesen. Er versucht die gesamte Situation aufzuschlüsseln und stellt eine Vision für die Zukunft.

Im März 2015 waren es glückliche Umstände, die dem Freiraum Itzehoe die einmalige Chance gaben, das ehemalige Freibad der Stadt Itzehoe an der Kleinen Tonkuhle zukünftig als Vereinsräumlichkeit nutzen zu können.

Ursprünglich war das Gelände im Jahr 1947 von der Stadt an den Itzehoer Schwimmverein von 1900 verpachtet worden, der es als Freibad betrieb. Seit 1969 verfügte schließlich der Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) über einen Pachtvertrag mit der Stadt und veranstaltet dort bis zu diesem Sommer fast 50 Jahre lang seine Stadtranderholung. Der AWO fiel die Instandhaltung von Gelände und Gebäude zunehmend schwieriger und so haben wir, unter der Bedingung diese Aufgaben zu übernehmen, schließlich einen Untermietvertrag mit der AWO geschlossen.

Über die Jahre hatten sich die Eigentumsverhältnisse an dem Gelände jedoch verändert und derzeit ist nicht mehr die Stadt Eigentümer des Grundstückes, sondern die sich zu hundert Prozent in kommunaler Hand befindlichen Stadtwerke Itzehoe.
Seit Beginn der Kooperation zwischen der AWO und dem Freiraum Itzehoe war der Ortsverband uns gegenüber sehr offen und stellte klar, dass man nur für drei Jahre die Organisation der Stadtranderholung und damit die Aufrechterhaltung des Pachtvertrages mit den Stadtwerken garantieren könne. Vereinsintern wurde sich eine Frist von zwei Jahren gesetzt: es sollte sowohl die Nutzbarkeit sichergestellt als auch festgestellt werden, ob das Gebäude unseren Vereinszwecken nutzt. Heute können wir mit Gewissheit sagen: „Ja, das Gebäude ist in einem nutzbaren Zustand und sowohl Haus als auch Gelände lassen sich perfekt für unsere Vereinszwecke nutzen!“
Das Jahr 2017 sollte schließlich genutzt werden, um die Rechtslage zu klären und den langfristigen Erhalt nach der Auflösung der Arbeiterwohlfahrt sicherzustellen.

Im Januar 2017 folgte dann eine erste Überraschung: die Stadtwerke Itzehoe GmbH bot der AWO die gesamte Fläche zum Kauf an. Auf Grund der bereits eingeleiteten Auflösung des Ortsverbandes lehnte dieser das Kaufangebot ab, setzte aber die Stadtwerke über das Kaufinteresse des Freiraums in Kenntnis. Im Februar bekundeten wir ergänzend dazu selbst noch einmal schriftlich gegenüber den Stadtwerken unser Kaufinteresse und baten um einen Gesprächstermin. Eine Reaktion auf dieses Schreiben blieb aus.

Erst eine Presseanfrage seitens der Norddeutschen Rundschau im Juli lies die Stadtwerke aktiv werden. In einem ersten Gespräch zwischen den Stadtwerken und unserem Verein bekräftigten wir unser Kaufinteresse erneut und auch die Stadtwerke betonten wiederholt, dass sie selbst das Gelände an der Kleinen Tonkuhle nicht mehr benötigten.
Eine Entscheidung über einen möglichen Verkauf an den Freiraum Itzehoe sollte schließlich jedoch die Geschäftsführung treffen. Wenige Tage später, am 07. Juli, teilte man uns mit, dass diese den Verkauf in der Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke am 12. September zur Diskussion stellen werden.

Während der folgenden zwei Monate erarbeiteten wir dahingehend ein umfassendes Nutzungskonzept „Erwerb der Immobilie an der Kleinen Tonkuhle“. Dieses befasst sich mit der zehnjährigen Historie des Vereins sowie der bis dato geleisteten Jugend- und Kulturarbeit, hat aber ganz eindeutig den Erhalt und die zukünftige Nutzung des ehemaligen Freibades als Ziel. (Das Konzept kann bei Interesse gerne eingesehen werden.) Insbesondere wird gerade der Erhalt des historischen Gebäudes und damit auch der Kinderfreizeit, also der Stadtranderholung, in Aussicht gestellt.
Dieses Konzept stellten VereinsvertreterInnen anschließend bei mehreren Treffen allen in der Ratsversammlung vertretenen Parteien als auch der Stadt Itzehoe, in Person dem Bürgermeister Herr Dr. Koeppen, vor. Die Rückmeldungen seitens der Parteien und der Stadt waren durchweg positiv und man sicherte uns Unterstützung zu – eingeschränkt lediglich durch die bereits am 09. August in der Norddeutschen Rundschau thematisierte unklare Rechtslage, die sich in Klärung befindet.

Allen Unterstützungsbekundungen und unserem Optimismus zum Trotz lehnte der Aufsichtsrat der Stadtwerke am 12. September schließlich einen Verkauf an den Freiraum Itzehoe ab. Die Übermittlung dieser Entscheidung erfolgte lediglich telefonisch aus der zuständigen Abteilung der Stadtwerke Itzehoe. Eine genaue Begründung seitens des Aufsichtsrates blieb aus. Auf Nachfrage verwies man uns seitens der Stadtwerke auf die Stadt als zukünftigen Ansprechpartner für das Gelände.

Auf diese veränderte Sachlage haben wir reagiert und uns wiederum an die Stadt gewandt. Für den kommenden Montag ist ein Gesprächstermin angesetzt, der verschiedene Dinge klären soll. Zum einen die Rolle der Stadt als neuen Ansprechpartner, zum anderen wie es weitergeht.
Der Pachtvertrag der AWO ist zum 31. März 2018 gekündigt, die Stadtwerke möchte das Gelände nicht weiter betreiben und verkaufen – für uns steht fest: der Freiraum will bleiben!

Trotz viel Ungewissheit gehen wir hoffnungsvoll in die Gespräche und hoffen auf eine konstruktive, ergebnisorientierte und transparente Lösungssuche.

Freiraum Itzehoe am 05. November 2017

Schaffen, gestalten, erhalten!

Up to date?

Ganz aktuell haben wir diesen Blog in den letzten Monaten und Jahren nicht gehalten, aber damit soll nun Schluss sein. Die Anlässe, um diese zweite Präsenz im Internet wieder aufleben zu lassen sind vielschichtig.

Insbesondere bietet uns dieser Blog Funktionen, die wir auf Facebook nur eingeschränkt nutzen können. Zwar funktioniert der Blog auch mit einer Timeline, doch ist die Navigation deutlich leichter. Ebenso können wir über verschiedene Kategorien auch (dauerhafte) Einblicke in andere Dinge gewähren.
Für den Anfang sind diese: der Verein selbst, das Projekt an der Kleinen Tonkuhle und Presseartikel. Allerdings soll dies nur der Anfang bleiben und wir werden zukünftig versuchen, alle die Kategorien mit Inhalten zu füllen und weitere Rubriken zu ergänzen.

Ein regelmäßiges Vorbeischauen lohnt sich also fortan wieder!